Wann fängt eigentlich ein Abenteuer an?
eine häufige Antwort lautet oft,: «Wenn nicht mehr alles nach Plan läuft».
Die Alpenüberquerung im Hochsommer 2025 führt mich am 1. Tag von Konstanz aus nach Glarus.
Der Geplanten Zeltübernachtung steht ein Gewitter mit Dauerregen entgegen.
ein anderer Plan muss her, am Wegesrand entdecke ich ein Jugendtreff, mit viel angaschmont mehrerer Jungendlicher ist der Partycarport in kurzer Zeit Wetterfest und vermutlich auch Bombensicher umgebaut.


Nach 3 Tagen Fahrt im Regen lichtet sich am 4. Tag langsam der Himmel. um 11:00 Uhr erreiche ich Zermatt.
Zusammen mit Dimitrov einem jungen Bulgarischen Reisenden den ich im Ort kennengelernt habe mache ich mich auf den Weg.


Dimitrov Träumt von der Besteigung des Matterhorns,:» Vielleicht nächstes Jahr»
Bis zur 1. Liftstation sind wir zusammen unterwegs, danach möchte Dimitrov bis zur Hörnlihütte aufsteigen, die als Ausgangspunkt für die Besteigung des Matterhorns genutzt wird. Er möchte dem Berg so nah wie möglich sein. Gute Kameradschaft!
für mich geht es in 4 weiteren mühsamen Stunden aufstieg zur Liftstation Trockener Steg auf knapp 3000m höhe.


Es ist schon nach 18 Uhr und außer zwei Bergsteiger die nach der Breithorntraverse die letzte Gondel ins Tal verpasst hatten ist sonst niemand mehr anzutreffen. Die Tore sind allerdings geöffnet und es schallt aus jedem Lautsprecher die Stimmungsvolle Mucke die man vom Skifahren an den Liftstationen kennt.
Im gläsernen Aufenthaltsbereich der als einziger Raum beheizt ist erzählen mir die Bergsteiger von Ihrem Abenteuer.
Nach einiger Zeit treffen wir in der Riesigen Liftstation auf einen Pistenwart, ein cooler Typ, voll Tättoviert.
Er bietet mir an in der Werkstatt zu übernachten, da ist es in der Nacht schön Warm und nicht so kalt wie im Zelt draußen. Er wartet noch auf seine Kollegen und holt sie kurz später mit dem Pickup von der Pistenraupe ab, die vom Kletscher gefahren kommt.


Eine Nacht ohne Schlaf. Früh morgens sehe ich aus dem Werkstattfenster wie sich viele kleine Lichtpunkte auf den Weg zum Matterhorngipfel machen. Es ist eine Sternenklare Nacht. Es sind die Besten Bedingungen für eine Besteigung. und so auch für mich.
Es liegen noch etwa 300 Höhenmeter Kletscher zwischen mir und dem Teodulpass.
Bei den Pistenraupenfahrern hatte ich mich bereits über den Zustand des Kletschers erkundigt, Sie präparieren eine Spur am Kletscher, da auch viele Wanderer die Strecke begehen. bis auf einen kleinen Bach der den Gletscher durchläuft scheint alles gut machbar zu sein.
ein Bergführer bestaunt mein Fahrrad und Sagt schließlich,: «You are like a White Moskito, you can go anywhere!» was die Inspiration für den Blocknamen gab.


«Nice Meeting you on the Moon» sind die ersten Worte mit denen mich Roland Begrüßt. Er und seine zwei Französischen Freunde sind mit den E Bikes unterwegs und pedalen mit Leichtigkeit über den Gletscher wo ich nur schieben konnte.
Er schenkt mir einen Ersatzschlauch, mein Vorderrad verliert nämlich langsam Luft.
später revangiere ich mich an der Passhöhe an der Hütte mit Kaffe und Kuchen. wir sind Stoked es geschafft zu haben!





Das Matterhorn von der Südseite.
Von der Südseite ist der Theodulpass deutlich besser zugänglich, ein Fahrweg führt bis auf auf die 3300m Passhöhe.

Mein Weg führt mich auf der Italienischen Seite zunächst ein stück Talwärts durch die Liftanlagen von Cervinia, es sind weite flächen Geröllpisten. nach einem weiteren 300 Höhenmeter anstieg fahre ich über ein Nebental die Cime Bianche, ein Traumhafter Singeltrail der garnicht mehr aufhören möchte, entlang von Bächen und mehreren Platos bis nach Brusson, einer Kleinstadt im Tal.
In Brusson lege ich auf dem Campingplatz einen Pausetag ein, genieße es die größte Hürde der Alpenüberquerung geschafft zu haben und entspanne am kleinen Badesee.
Am darauffolgenden Tag Repariert Patrice, der gerade frisch einen Bike Shop in Brusson eröffnet hat mein geschundenes Fahrrad, die Kette springt und der Antrieb muss erneuert werden.


Am Mittag schwinge ich mich wieder aufs Fahrrad, fahre einen kleinen Pass den mir Patrice empfolen hat und der die Strecke um ca. 30 bis 40 Kilometer verkürzt um nach Aosta zu gelangen.
In Courmayeur, stellt sich dann die frage weiter Richtung Süden nach Burg Saint Maurice oder in den Norden zurück in die Schweiz.
Eine Schlechtwetterfront soll ab morgen wieder einziehen und mehrere Tage halten, daher ist klar, es geht wieder zurück über die Schweiz.

Die Tour de Mount Blanc hat noch ein Hindernis den Col de Ferret, den ich am Abend zusammen mit drei Niederländern überquere, es macht richtig Spaß sich immer wieder einzuholen und wieder zu Treffen, Es ist eine gute Gaudi und ein gelungener Abschluss der Tour.:)